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Die aktuelle Konjunkturlage im Nordhorner Mittelstand
Die aktuelle Konjunkturlage im Nordhorner Mittelstand
Umsatz- und Ertragszahlen zeigen deutliche Krisenzeichen − bis zum Sommer droht weiterer Abschwung
Nordhorn, 26.03.2009
Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat bei den Nordhorner Mittelständlern bereits Spuren hinterlassen. Nachdem im vergangenen Herbst noch 48,3 Prozent der befragten Unternehmer ihre aktuelle Geschäftslage mit den Noten gut oder sehr gut bewerteten, sind es im März 2009 nur 35,6 Prozent. Der Geschäftsklima-Index für die Region Nordhorn rutscht daraufhin um ganze 18 Zähler auf +19,4 Punkte ab, und zeigt eine schlechtere Stimmungslage als das Weser-Ems-Gebiet insgesamt (+25,0 Punkte).
In den aktuellen Umsatz- und Ertragszahlen der Nordhorner Unternehmen sind bereits deutliche Einschläge der Wirtschaftskrise festzustellen. Gut ein Viertel (27,5 Prozent) der Unternehmen musste schon ein Umsatzminus hinnehmen – rund elf Prozentpunkte mehr als im Herbst 2008. Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gelangen immerhin 28,9 Prozent der Befragten Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahr. Der Saldo aus Steigerungen und Rückgängen behauptet sich somit knapp im positiven Bereich – die Zahl der Betriebe, die einen Zuwachs erzielten, überwiegt noch.
Gewinnsteigerungen gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt konnten 21,5 Prozent der Nordhorner Mittelständler vermelden. Im vergangenen Herbst waren es aber schon einmal 30,8 Prozent. Gut ein Drittel der regionalen Unternehmen (35,6 Prozent) erlitt einen Ertragsrückgang (Herbst 2008: 27,5 Prozent).
Stellenabbau ist unumgänglich – Mittelstand möchte die meisten Fachkräfte halten
In den zurückliegenden Monaten haben die Nordhorner Unternehmen ihre Belegschaften per Saldo bereits leicht verringert. Ein Fünftel der hiesigen Betriebe (20,1 Prozent) beschäftigt heute weniger Mitarbeiter als vor einem Jahr. Gleichzeitig haben 13,4 Prozent der Unternehmen die Belegschaft aufgestockt.
Die Mehrzahl der Nordhorner Mittelständler (69,1 Prozent) wird trotz der Wirtschaftskrise ihre Stammbelegschaft konstant halten. In den kommenden Monaten dürften aber häufiger als in der Vergangenheit Entlassungen anstehen. 16,8 Prozent planen eine Verringerung der Mitarbeiterzahl. Nur ein Zehntel der Unternehmen (10,7 Prozent) möchte das Personal aufstocken.
Nordhorner Mittelstand spürt Finanzierungsrestriktionen
Die Umsatzprognosen der regionalen Unternehmen haben sich in den zurückliegenden sechs Monaten weiter verschlechtert. So rechnet nur noch ein Achtel der Nordhorner Mittelständler (12,8 Prozent) mit einem Umsatzzuwachs (Herbst 2008: 34,2 Prozent). Jeder Dritte (32,9 Prozent) geht von einem Rückgang aus. Ein weiterer Belastungsfaktor für die regionalen Unternehmen sind die schwieriger gewordenen Finanzierungsbedingungen. Vier von zehn Befragten (40,3 Prozent) berichten von Verschärfungen bei der Kreditvergabe. Vor allen die Notwendigkeit, mehr Sicherheiten zu stellen, um einen Kredit zu erhalten, belasten die Unternehmen. Eine echte Kreditklemme für die Nordhorner Unternehmen ist allerdings nicht festzustellen.
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